FDM vs. Resin – Was ist der Unterschied?

Zwei Technologien dominieren den Consumer-Markt für 3D-Drucker: FDM (Fused Deposition Modeling) und MSLA/Resin. Beide haben ihre Daseinsberechtigung, aber für unterschiedliche Anwendungsfälle.

Wie funktioniert FDM?

FDM-Drucker schmelzen einen Kunststofffaden (Filament) in einer Heizdüse und tragen das Material schichtweise auf einer Druckplatte auf. Wie ein Heissklebepistolen-Roboter baut er dein Objekt von unten nach oben auf.

Das Ergebnis sind Objekte mit leicht sichtbaren Schichtlinien, die je nach Einstellung mehr oder weniger ausgeprägt sind. Mit einer Schichthöhe von 0,1mm sehen FDM-Drucke bereits sehr gut aus.

Wie funktioniert MSLA/Resin?

Resin-Drucker tauchen eine Druckplatte in flüssiges Photopolymerharz. Ein LCD-Display projiziert UV-Licht durch das Harz und härtet es schichtweise aus. Das Objekt wird von oben nach unten aus dem Harz gezogen.

Das Ergebnis: extrem glatte Oberflächen und feinste Details – kaum sichtbare Schichtlinien auch bei 0,05mm Schichthöhe.

Der direkte Vergleich

KriteriumFDMResin
Einstiegspreisab ~200€ab ~150€
Materialkosten~20-30€/kg~30-50€/Liter
DruckqualitätGutSehr gut
DetailgenauigkeitMittelSehr hoch
DruckgrößeGroß möglichMeist klein
NachbearbeitungGeringAufwändig
GeruchKaumStark
SicherheitUnbedenklichSchutzausrüstung nötig
MaterialvielfaltSehr hochMittel

Wann FDM die bessere Wahl ist

Wann Resin die bessere Wahl ist

Fazit: Was soll ich kaufen?

Für 90% der Einsteiger ist ein FDM-Drucker die richtige Wahl. Er ist sicher, günstig im Betrieb und vielseitig einsetzbar. Wenn du speziell für Miniaturen oder Figuren drucken möchtest, lohnt sich ein Blick auf Resin-Drucker wie den Anycubic Photon Mono 4.

Viele erfahrene Maker haben übrigens beide Technologien im Einsatz – FDM für große Projekte, Resin für Details.